Im Interview: Seniorberater Peter Ramsauer und sein Nachfolger Robert Kauer
Herr Ramsauer, wann haben Sie sich dazu entschlossen, einen Nachfolger für sich zu suchen und warum?
Ramsauer: Nach 36 Jahren bei der Bonnfinanz stand ich vor der Frage, wie ich meinen Kunden einen qualifizierten Nachfolger bieten könnte. Da gleichzeitig auch immer wieder Kunden selbst auf mich zukamen, um zu erfahren, an wen sie sich nach meinem Ruhestand wenden könnten, entschloss ich mich Mitte 2009, einen Nachfolger für mich zu suchen.
Was sind für Sie als Senior die Vorteile des Nachfolge-modells?
Ramsauer: Wenn man seine Kunden jahrzehntelang beraten und betreut hat, möchte man sie nicht von heute auf morgen dem Markt überlassen, sondern sie auch nach dem eigenen Ruhestand in guten Händen wissen. Durch die Nachfolgeregelung kann ich ihnen einen kompetenten Berater vorstellen, der dies gewährleistet.
Herr Bauer, wie konnten Sie als Führungskraft Senior und Nachfolger unterstützen?
Bauer: Ein junger Berater hat oft einen anderen Beratungsansatz als ein Senior, der bereits viele Jahre im Unternehmen ist. Als betreuende Führungskraft konnte ich hier vermittelnd tätig sein und zudem dem Senior die ganz normalen Bedenken nehmen, sein Lebenswerk an einen jüngeren Kollegen weiterzureichen.
Wie viel Zeit sollte für den Prozess der Nachfolge mindestens eingerechnet werden?
Bauer: Je nach Kundenbestand insgesamt zwei bis drei Jahre.Diese Zeit ist nötig, um den Nachfolger einzuarbeiten und einen gewissenhaften Übergang zu gewährleisten.
Herr Kauer, wie lief der Prozess in Ihrem Fall ab?
Kauer: Die Nachfolge von Herrn Ramsauer war und ist ein schöner Prozess. Gemeinsam haben wir seine Kunden über meine Nachfolge informiert und bei den ersten Terminen konnte ich auf seine Unterstützung zählen. Aufgrund der Vorstellung durch den Senior konnte das Vertrauen der Kunden an mich quasi weitergereicht werden.
